

Thomas Stiller machte nach seinem Abitur 1981 in Hilden eine Schauspiel- und Regieausbildung in New York und arbeitete zunächst bis Anfang der 1990er Jahre als Schauspieler an Theater sowie in Film und Fernsehen. Anschließend verlagerte er seinen Fokus auf Regie und Drehbuch.
Sein Spielfilmdebüt gab er 1995 mit DIE BRENNENDE SCHNECKE, das international auf Festivals gezeigt wurde. Mit dem Psychothriller STILLE NACHT HEILIGE NACHT (1999) erhielt er eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis. Es folgten zahlreiche Arbeiten für Kino und Fernsehen, darunter DER GESTOHLENE MOND (2002) und DER JUNGE OHNE EIGENSCHAFTEN (2006), sowie Episoden für Serien wie TATORT. Großen Erfolg hatte er als Drehbuchautor von UNTER DEM EIS, das 2007 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.
2008 inszenierte er ZWÖLF WINTER, der mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde. In den folgenden Jahren widmete er sich gesellschaftlich relevanten Themen, etwa in GENUG IST NICHT GENUG (2009) über Pflege und Ehrenamt sowie in SIE HAT ES VERDIENT (2011), einem Drama über Jugendgewalt, das trotz kontroverser Thematik internationale Beachtung fand.